top of page
Suche
  • Dieter Gumbert

Mitfahrgelegenheit 2.0 Trampen wieder in. Passauer Neue Presse vom 21.10.22 (Auszug)

Dieter Gumbert präsentiert eine Mitfahrgelegenheit für alle, die von A nach B wollen, kein Auto

besitzen, selbst nicht fahren wollen oder können.


Ein Schild mit einem M drauf, das mit Saugnapf-Klammer an der Windschutzscheibe befestigt

wird und signalisiert, dass hier die Möglichkeit zum Mitfahren besteht.

Und so funktioniert das System: Die Mitfahrer stehen an den allgemeinen Haltestellen, in

Parkbuchten oder geben sich per Handzeichen als Anhalter zu erkennen. Es ist eigentlich ganz

einfach: Jeder, der allein im PKW sitzt, nimmt jemanden mit. Und schon ist das so viel diskutierte

Mobilitätsproblem wegen fehlender Busse, mangelhafter Taktung, zu wenig Busfahrern, zu hohen

Kosten gelöst. Hinzu kommt, dass die Mitmenschen jederzeit an ihr Ziel kommen, aber zugleich

weniger Autos auf den Straßen sind. Ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz, noch dazu lasse sich

Geld damit verdienen, weil die Mitfahrer zehn Cent pro Kilometer bezahlen. Bei den aktuell hohen

Spritpreise sei das nicht ohne. Da sind bei 100 Kilometern 10 € Einnahmen drin, womit man sich

schon wieder 5 Liter Sprit leisten kann. Man sollte natürlich den Tageskilometerzähler einstellen und

immer Wechselgeld parat haben.


Was die rechtlichen Belange angeht: Da 10 Cent/Km die Betriebskosten des Pkw für die Fahrstrecke nicht übersteigen, ist die Mitnahme genehmigungsfrei. Schäden am oder durch Mitfahrer trägt die Kfz-Haftpflichtversicherung. Man kann sich vor dem Start vom Mitfahrer den

Ausweis zeigen lassen, ihn abfotografieren und die Daten den Angehörigen nach Hause schicken.

Der Fahrer selbst klebt eine Kopie seines Ausweises auf die Rückseite des M-Schildes.


Übrigens: Ist das M-Auto geparkt, sehen die potenziellen Mitfahrer anhand eines Zettels, der ebenfalls an der Scheibe befestigt ist, wohin die Reise als nächstes geht und mit der daneben

postierten Parkscheibe, wann sie beginnt. Außerdem sind Name und Telefonnummer des Fahrers auf der Parkscheibe notiert, so dass man auch anrufen und sich auf Fahrten einigen kann.


Das Logo mit dem schwarzen M auf gelbem Grund kann man sich ganz einfach ausdrucken bei

kleinanzeigen unter der Bezeichnung Schild M Mitnahme.


Das Schild an der Windschutzscheibe wird Neugierige anziehen und zum Mitfahren animieren.

Auf diese Weise könne jeder seinen eigenen privaten Personen-Nahverkehr mit drei Sitzplätzen

eröffnen.


Prof.Dr. Andreas Herrmann, Director des Institute for Mobility an der Universität St. Gallen hat

das Konzept als sehr interessant und sehr aufschlussreich bewertet und ermuntert, in dieser Sache

weiterzuarbeiten. Es braucht eine Bewegung, damit wir die Mobilitätswende schaffen.


16 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Privater Personen-Nahverkehr PPNV ist die Zukunft

da der ÖPNV im ländlichen Raum nicht überall, zu jeder Zeit eingesetzt werden kann; es sind schon heute zu viele "Geisterbusse" unterwegs, die Kosten für die öffentlichen Haushalte steigen und Busfahr

Mitnehmen, mitfahren h e u t e

= Gefälligkeit für Freunde, Bekannte = Dienstleistung für Fremde gegen Bezahlung (10 Cent/Km, bis zur Höhe der Betriebskosten den Fahrzeugs) = Sicherheit für Fahrer und Mitfahrer - Ausweise zei

Comments


bottom of page